Pah-Cej-Kah

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Pah-Cej-Kah

Jahr2016
KundeRP Projektentwicklung GmbH
Grösse1.400 m²
OrtDeutsch Wagram
ProjektteamAnna Popelka, Georg Poduschka, Florian Bartelsen, Phillip Müllner, Patrick Hammer
BeschreibungBüro und Geschäftshaus Deutsch-Wagram / freifinanziert / gemischte Nutzung aus Büro, Hotel, Geschäften und Gastronomie
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paul bauer

ALLE FOTOS VON PAUL BAUER

Ein kleiner ambitionierter Bauträger engagiert sich statt im nahegelegenen Wien in Deutsch-Wagram in Niederösterreich. Ein ehemaliges Grundstück der ÖBB, im Gewerbegebiet, direkt angrenzend an den Bahnhof D-W (1837 anlässlich der ersten österreichischen Bahnlinie erbaut), entwickelt sich zum Musterbeispiel für Wertschöpfung. Der nach oben zu abgetreppte künstliche Berg (NÖ.BO. Bauklasse III) beherbergt unterschiedliche Nutzungen: im Erdgeschoß einen Bäcker, diverse kleine Geschäfte und Dienstleister, in den oberen Geschoßen vorwiegend Büros unterschiedlicher Größe, ganz oben ein Restaurant mit Weitblick. Gekrönt wird das Ganze durch eine Art deplatziertes Stück Park für alle auf dem obersten Dach mit Informationen über die Geschichte der Region. Die Erschließung erfolgt im Alltag über weit ausladende Titanic-Freitreppen und im Innern über den Lift. Die breiten Terrassen sind Gehsteig, Rekreations- und Außenarbeitsplatz für die dahinterliegenden Nutzungen. Die Außenbeleuchtung begleitet die skulpturartigen Treppen nach oben.

Die ursprüngliche Fassadenlösung mit einer Außenverkleidung aus gewelltem Schallschutzstein wurde aus Kostengründen verworfen, das daraufhin ausgeführte Hohlwandsystem, eine Konstruktionsweise wie man sie von den Kellern der Häuslbauer kennt, entfaltet aufgetürmt eine stark tektonische Wirkung, Stonehenge-Charakter. Die Fensteröffnungen orientieren sich nach den Fluchtwegen: wo diese vorbeiführen gibt es keine Fenster, um aufwendige Brandschutzverglasungen zu sparen.

Die Außenwände führen jeweils, im Innern in Stützen aufgelöst, geradlinig nach unten. Die zwischen den Stützenreihen sich entwickelnden Fensterbänder gehen bis zum Boden, dort wo man hinaustreten kann, und entwickeln Parapete, dort wo man hinunterfallen könnte. Der aus dem terrassierten Baukörper resultierende innere Stützenwald entwickelt einen Magnetismus, dem die inneren nichttragenden Wände folgen.

Das auch erdgeschoßig rundum orientierte Gebäude schließt den Bahnhofsvorplatz nach Westen ab. Der Schanigarten der Gastronomie geht mit den bestehenden Grabsteinen ehemaliger Bahnhofswärter und dem vorhandenen Stellwerk optisch-atmosphärisch direkt in diesen über. Sehr unterschiedliche Silhouetten bestimmen die Fernwirkung; das Haus wirkt von jeder Seite individuell.

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LAGEPLAN

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KALVARIENBERG

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ÖFFENTLICH BEGEHRBARER BERG

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ZUSAMMENHANG FASSADENÖFFNUNGEN – FLUCHTWEGE

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STÜTZEN – NICHTTRAGENDE WÄNDE

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GRUNDRISSE

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