Floatingtank in MUWA

Floatingtank in MUWA

Floatingtank in MUWA

Floatingtank in MUWA

Jahr1999
ProjektartWettbewerb 1. Preis, gefördert aus Mitteln der EU
Grösse35 m²
OrtGraz
KostenEUR 250.000,-
BeschreibungFloatingtank im Museum der Wahrnehmung, öffentlich zugänglich
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80% des menschlichen Gehirns sind ständig damit beschäftigt, unbewusste Wahrnehmungen (Geräusche, Körpertemperatur …) zu verarbeiten. Ein Floatingtank (Erfinder John Lilly) funktioniert mit einem einfachen Trick: Man liegt, schwimmt, schwebt eigentlich bei absoluter Dunkelheit in einer hochkonzentrierten körperwarmen Sole. Es gibt keine Außeneinwirkung, Körper und Geist haben nichts zu tun. Der Raum scheint sich unendlich zu erweitern und gleichzeitig zu verschwinden und das Gefühl für Zeit ändert sich drastisch.

Der Floatingtank, im Keller des MUWA (Museums der Wahrnehmung) in Graz, einem ehemaligen Tröpferlbad, eingebaut, wird als öffentliches Bad betrieben, das von einer Person nach der anderen besucht wird. Ein Besuch dauert circa 1 ½ Stunden. Er ist, im Unterschied zu herkömmlichen Floatingtanks, eine in den Bestand eingepasste Maßanfertigung. Vorbereich und Becken bilden eine Einheit. Das Becken ist nur beim Floaten selbst durch ein hölzernes, automatisch aus der Wand geschwenktes Tor verschlossen.

Die fugenlose, geheizte, homogene Kunststeinkapsel schafft technisch völlige Wärme- und Schallisolation und schmiegt sich wie ein Organ in die oktogonale Altstruktur. Die Isotropie des Materials und die homogene innere hellblaue Beschichtung erzeugen beim Floaten den Eindruck einer Raumkapsel, konzipiert, um den Raum zum Verschwinden zu bringen. Eine blaue Kapsel, ähnlich einem Medikament – etwa alle drei Wochen dosiert konsumiert. Tanks werden zum Beispiel von Spitzensportlern oder der NASA zum Schnelllernen eingesetzt.