Willst Du wirklich wohnen wie Deine Mutter?

Willst Du wirklich wohnen wie Deine Mutter?

Willst Du wirklich wohnen wie Deine Mutter?

Willst Du wirklich wohnen wie Deine Mutter?

Jahr2017
ProjektartAusstellung
OrtAEDES Architekturforum Berlin
BeschreibungDie Ausstellung ist ein Plädoyer für Fortschritt in Architektur, Wohnen und Städtebau.

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Ausstellungsplan

1   Küche
2+ Badezimmer
3   Schlafzimmer
4   Büro
5   Lagerung
6+ Hauptschlafzimmer
8   Schlafzimmer
a   Wohnzimmer
b   Eingang
c   Spielplatz
d   Innenhof
e   Hof
f    Garten, Zwillinge

Projekte mit + Zeichen beinhalten Filme von Wolfgang Thaler

Fragt man einen beliebigen Wohnbauträger nach seinen Vorstellungen und Zielen, dann bekommt man in ganz Europa im Grunde dieselbe Antwort: Einraumwohnungen, Zweiraumwohnungen, Dreiraumwohnungen, Vierraumwohnungen: Nur die Prozentangaben variieren. Visionäre Ideen für das Zusammenleben sind darin nicht enthalten. Die Wohnung selbst ist in Europa seit der Moderne weitgehend standardisiert. Die Größen der einzelnen Wohnungstypen ebenso wie der Grundriss.

Aber was kann die Wohnung zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft beitragen? Jede Wohnung ist eine Propagandamaschine für eine Lebensweise. Sind wir wirklich so gleich, dass wir uns so gleiche Wohnungen wünschen? Oder sind wir so gleich, weil wir in so gleichen Wohnungen leben?

Wollen wir das? Geht es auch anders? Wie sieht dann die Stadt aus? Wollen wir uns mit den Typologien der Gründerzeit begnügen?

 

Die elastische Wohnung wurde 2016 als Wohnbau mit 200 Einheiten für die degewo für einen konkreten Ort in Berlin entwickelt. Das Projekt wurde ohne Angabe von Gründen vom Senat gestoppt.
Mehr zum Projekt gibt’s hier.

Die Standard-Zwei-Zimmer-Wohnung hat in der Regel etwa 54 qm und wird von 1-2 Personen geteilt. Das Konzept der “elastischen Wohnung”, die im AEDES Architekturforum in Berlin ausgestellt wurde, zeigt folgende Besonderheiten: kleinere Räume sind um einen großen Gemeinschaftsraum herum angeordnet. Die kleinen Räume sind flexibel und bieten je nach Wohnsituation und Bedürfnissen der Bewohner Platz für mehrere Personen. Die “elastische Wohnung” bietet somit Platz für eine Familie mit zwei Kindern sowie für eine WG oder einen alleinstehenden Vater, dessen Kinder nur am Wochenende bei ihm wohnen.

Diese Ausstellung ist ein Plädoyer für Fortschritt in Architektur, Wohnen und Städtebau. Unsere Lebensweise hat nichts mit unseren Genen zu tun, es ist eher ein erworbenes Verhalten, das über Generationen weitergegeben wurde, und jede weitere Entwicklung wird durch die Haltbarkeit der Häuser, in denen wir leben, verhindert.

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„Auch wenn Entscheidungsträger die Frage des städtischen Wohnens häufig auf konventionelle Standards reduzieren, wird dies immer komplexer und anspruchsvoller. Die international tätige PPAG-Architekturpraxis mit Sitz in Wien ist eine der wenigen Akteure, die diese Herausforderung mit all ihren Konsequenzen angenommen hat. Obwohl ihr Ansatz für den Betrachter zunächst nicht unbedingt offensichtlich ist, zeigen uns die PPAG unkonventionelle, aber stets kohärente und zukunftsweisende Möglichkeiten des Denkens, in einer Stadt zu wohnen.

Die Ausstellung bietet einen Einblick in das komplexe Gesamtwerk des Architekten: Die Vorschläge reichen von kleinsten Maßstäben bis hin zu städtebaulichen Gestaltungskonzepten. Undogmatisch, allein aufgrund der Menge. Ein offenes Angebot für die pluralistische Gesellschaft. Neben der methodischen Beziehung zwischen diesen äußerlich sehr unterschiedlichen Projekten haben sie vor

Laut PPAG ist diese Ausstellung eine Art Weckruf, um den ausgetretenen Pfad zu verlassen und neues Terrain zu entdecken. Inspring für Architekten, Bauträger und andere Verantwortliche sowie alle anderen Beteiligten.

Tauchen Sie ein in das PPAG-Universum – es lohnt sich!”

Kristin Feireiss, Aedes Architecture Forum

Ausstellungskatalog und Poster (Design von Stefanie Schwarzwimmer)

Der Ausstellungskatalog stellt das Schlüsselprojekt dieses Plädoyers vor, das Berliner Wiesenschlag-Projekt mit seiner “elastischen Wohnung”, deren lebensgroßes Modell ebenfalls ausgestellt ist. Der Katalog ist ale eine Art zwischenbricht zu sehen, mit dem wir die Lücke zwischen unserem Buch “Speaking Architecture” (ISBN 978-3-99043-637-0) und dessen Nachfolger schließen wollen.

Es enthält mehrere Projekte der letzten Jahre, die nicht in die Ausstellung aufgenommen wurden. Das Slim City-Projekt in Seestadt Aspern, Wien, das mit einer Art hedonistischer, kommunikativer Dichte arbeitet, der Bildungscampus Sonnwendviertel in Wien, der Prototyp einer Reihe von Wiener Bildungsgebäuden, die den pädagogischen Anforderungen des Stands der Technik entsprechen. Das Steirereck-Restaurant im Wiener Stadtpark, wo erstklassige Küche und Servicestandards auf ein überragendes architektonisches Engagement treffen … und das gemischte Gebäude Pah-Cej-Kah am Bahnhof in Deutsch-Wagram, wo Restaurants, Büros und andere Geschäfte kommerziell angeboten werden, benutzte Räume bilden eine Art Stufenpyramide, auf der sich für alle ein Park befindet.

Fotos © Wolfgang Thaler 2017